Geschrieben von: Susanne Winkler Mittwoch, den 02. Juni 2010 um 14:32 Uhr
Deutschlandbote - Gesundheit
Pressemitteilung
Kein Patient soll hier unnötig Schmerzen erleiden, lautet das Credo des Hauses – denn, so Dr. Dietmar Craß, der als Chefarzt der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin die Schmerztherapie im Hause systematisiert hat und koordiniert: „Zu große Schmerzen können sich negativ auf den Heilungsverlauf auswirken.“ Für eine effektive Physiotherapie beispielsweise nach der Einsetzung eines neuen Hüftgelenks oder Ähnlichem sind geringe Schmerzen Voraussetzung. Wichtig ist den Tettnanger Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften auch, dass Patienten nach Operationen zum Beispiel schmerzfrei abhusten oder durchatmen können.
Deshalb haben sie den Umgang mit Schmerzen in ihrem Hause im Laufe des letzten Jahres genau analysiert und detaillierte Konzepte entwickelt, wie sie jedem Patienten vom Aufnahmegespräch an die bestmögliche Versorgung sicher stellen können. „Wir nehmen das Schmerzempfinden unserer Patienten ernst“, sagt Anästhesist Volker Haedicke, der dieses Projekt exzellent betreut. Darum wird der Schmerzverlauf in der Krankenakte exakt festgehalten. Behandlungsabläufe sind so ausgerichtet, dass Schmerz für die Patienten schon abgefangen wird, bevor er tatsächlich als unangenehm empfunden wird.
„Besonders sensibel sind Patienten während bzw. nach Operationen. Hier arbeiten wir in hohem Maße mit regionalanästhetischen Verfahren und so genannten Schmerzblockaden, die für den Patienten sehr gut verträglich sind“, erläutert Dr. Craß, der sich mit dieser Thematik wissenschaftlich intensiv beschäftigte. Nach der Operation bekommt der Patient eine Basismedikation sowie eine „Bedarfsmedikation“, die nicht sofort gegeben wird. Wenn Schmerzen auftreten, können die Pflegekräfte gleich auf eine vom Anästhesisten für den Patienten und seine Erkrankung bzw. Vorgeschichte individuell ausgerichtete Empfehlung zurückgreifen. Die Behandlungswege sind dadurch deutlich kürzer, der Patient fühlt sich schneller besser – gerade in der Nacht ist das für ihn eine große Erleichterung. Die „Pain Nurse“ Maria Jocham, Krankenschwester mit spezieller schmerztherapeutischer Ausbildung, sowie der Akutschmerzdienst, der im Bedarfsfall mehrmals täglich ans Bett kommt, helfen darüber hinaus weiter. Schließlich wird kein Patient ohne ausreichende Empfehlung für Schmerzen in der Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt entlassen.
„Eine profunde Schmerztherapie nach einer Operation kann nur durch das hohe Engagement jedes Mitarbeiters und eine sehr gute Teamarbeit zwischen Pflegekräften und Ärzten erzielt werden,“ berichtet Dr. Craß nicht.
Neben den hohen Standards für die Klinik für Schmerztherapie in dem Waldburg-Zeil Haus ist es der Vergleich mit führenden Krankenhäusern, den die Tettnanger als Nutzen aus dem Zertifizierungsverfahren der Certkom für sich gezogen haben. Kontinuierlich werden die Konzepte verfeinert und verbessert. „Wir schauen, was wir gegenseitig von anderen lernen können“, legt Chefarzt Dr. Craß dar. „Ein schmerzfreies Krankenhaus ist sicher eine Utopie. Aber das Bestmöglich für den schmerzarmen Klinikaufenthalt unserer Patienten bereitzustellen, das ist uns ein wesentliches Anliegen.“
Pressekontakt: Susanne Winkler / Stv. Verwaltungsdirektorin / Klinik Tettnang GmbH / susanne.winkler@wz-kliniken.de
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