Geschrieben von: Manfred Haller
Sonntag, den 24. Juli 2011 um 11:38 Uhr
Deutschlandbote -
Wirtschaft
Pressemitteilung
In Deutschland ist die Nachfolgeregelung im Mittelstand ein wichtiges Thema. In vielen Unternehmen sitzt noch der Unternehmensgründer an der Spitze und konnte bisweilen noch keine adäquate Unternehmensnachfolge sicherstellen und einen Interessenten für den Unternehmenskauf finden.
Solchen Situationen kann durch einen Vorsorgeplan frühzeitig entgegen gewirkt werden. Bei der Ausarbeitung unterstützt oftmals eine
Unternehmensberatung. Geht es bei einer Nachfolgeregelung in einem Unternehmen meist auch um Arbeitsplätze, die es zu sichern gilt. Die Regierung hat für kleine und mittlere Unternehmen eine Steuererleichterung bei Inhaberübertragung geschaffen, dafür muss eine 10-jährige Arbeitsplatzbindung der Mitarbeiter des Unternehmens garantiert werden. So kann das Anlage- und Umlaufvermögen ohne steuerrechtliche Bewertung übertragen werden. In den meisten mittelständischen Betrieben steht eine Familienstruktur hinter dem Betrieb, dass heißt es muss eine systemische Lösung gefunden werden. Zum einen für das Unternehmen, zum anderen auch für das System Familie und deren Einflussgrößen. Ansonsten besteht im Erbfall die Gefahr, dass das Unternehmen aufgeteilt werden muss bzw. zerfällt.
Oftmals ist es gar nicht möglich, eine Nachfolgeregelung innerhalb der Familie zu treffen. Zum einen haben die Nachkommen womöglich kein Interesse oder sind zum anderen nicht geeignet zur Unternehmensführung. Der Mittelstand muss in den nächsten Jahren handeln. Bei der Ausarbeitung oder Beratung auch die IHK Unterstützung an. Ratsam ist es, die endgültige Regelung bei einem Anwalt für
Firmenrecht oder einem Notar schriftlich festzulegen. So gibt es im Erbfall keine Streitigkeiten und das Unternehmen kann ungehindert weiter geführt werden. Ein Beispiel ist die Deutsche Bank, die keine Unternehmensnachfolge geregelt hatte. Josef Ackermann duldete wohl niemand neben sich, so dass nun ein Inder ins Boot geholt werden musste. Besser ist es, der Nachfolger ist schon einige Jahre im Unternehmen und kennt die Mitarbeiter und den täglichen Ablauf. Viele Dinge auf der zwischenmenschlichen Ebene lassen sich nicht durch Verträge regeln.
Pressekontakt: Manfred Haller / 88045 Friedrichshafen