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Kommt eine neue Staatsverschuldung auf uns zu?

Deutschlandbote - Wirtschaft

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Nach dem großen Zittern auf den Finanzmärkten in Europa um das Sorgenkind Griechenland stellen sich viele Bürger und Politiker die Frage, ob aufgrund der Verschuldung in Spanien eine zweite Welle der Staatsverschuldung auf Europa zukommt.


Spaniens Bemühungen seine Staatsverschuldung zu senken, hat die Finanzmärkte nicht beruhigen können, da es erhebliche Zweifel am Reformkurs der Spanier gibt. Die EZB widerspricht dem jedoch heftig und kritisiert die Finanzmärkte, die die Zinsen für Spanien wieder steigen lassen. Ökonomen fürchten, dass die Spanier ihre schwächelnde Wirtschaft mit dem Sparprogramm abwürgen. Da aber nicht nur Spanien, sondern auch Portugal, Italien und Griechenland ihren Ländern ein radikales Sparprogramm auferlegt haben droht in Europa eine zweite Rezession in kürzester Zeit. Der US-Ökonom Joseph Stiglitz gibt aber zu Bedenken, dass nur Kürzungen bei Löhnen, Renten und Sozialleistungen eine Land auf Dauer nicht gesund werden lasse, da die Menschen kein Geld mehr haben, die Wirtschaft durch Käufe anzukurbeln.
Der Export der besonders betroffenen Länder würde laut Auskunft des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nämlich steigen. Demnach würde gerade Spanien sein Defizit beim Außenhandel mit Waren und Dienstleistungen um 5,3 Prozent senken. Auch die anderen Länder haben ihr Defizit zum teil erheblich reduzieren können. Das lässt Zweifel aufkommen, ob ein reines Sparprogramm der Länder notwendig ist, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder zu verbessern.

Da Ländern wie Deutschland zurzeit keine Abstufung bei den internationalen Ratingagenturen droht und die Rettungsschirme der Euro-Staaten installiert sind, scheint es so, dass eine zweite Welle der Staatsverschuldungen in Europa rechtzeitig abgefedert werden könnte. Dazu bedarf es weiterhin einen großen Sparwillen und auch einer starken Ausgabendisziplin der Länder. Auch Deutschland (das als erstes Land eine Schuldenbremse installiert hat) muss Disziplin in ihrer Ausgabenpolitik waren.
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